Totentanz II aus der Reihe Theâtre du Ombres Christian Boltanski, 1944 in Paris geboren, Autodidakt, lebt und arbeitet in Frankreich. Leben, Tod, Erinnerung sind die Themen, um die sich das Werk von Christian Boltanski dreht. Schon in den 60er Jahren wird der Künstler mit avantgardistischen Kurzfilmen und der Veröffentlichung von Notizbüchern bekannt, in denen er zunächst seine eigene Kindheit, später die reale oder fiktive Existenz zahlloser fremder, meist verstorbener Personen nachzeichnet. Boltanskis großes Thema ist die Spurensicherung: die Rekonstruktion und Dokumentation individueller Lebenslinien anhand einfachster Materialien wie Fotografien, Zeitungsausschnitte oder alter Kleider. Mit Kerzen oder künstlichem Licht angestrahlt, lässt Boltanski seit den 1980er Jahren die Schatten marionettenhafter Figurinen über die Wände tanzen. In der in Unna zu sehenden Arbeit "Totentanz" aus der Werkreihe "Theâtre du Ombres" entstehen an die Kindheit oder an böse Träume erinnernde Urbilder, die das ambivalente Verhältnis von Tod und Leben aufscheinen lassen. ( UNNA )

 

 
 

 

 

 

 

 

 

Kunst und Kultur Forum | Galerie Weishaupt

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